Bald begann Roseggers Aufstieg, und aus dem schneidernden Bauernbuben wurde ein bekannter Dichter, Schreiber und kritischer Zeitgeist. Und neben anderen war es niemand geringerer als Peter v. Reininghaus, der den jungen Schriftsteller förderte und ihm Zeit des Lebens enger Freund blieb.
Peter Roseggers Thema waren immer die einfachen Menschen, ihre Sorgen, ihre Traditionen, aber auch humorvolle Erlebnisse aus seiner Kindheit. Rosegger war bald mit vielen Persönlichkeiten auch jenseits der Grenzen in Kontakt, ging viel auf Lesereisen und bekam zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Zweimal wurde er sogar für den Nobelpreis vorgeschlagen. Das erste Mal wurde er jedoch abgelehnt, weil seine Äußerungen zum Nationalbewusstsein falsch gedeutet wurden. Den zweiten hätte man ihm posthum verleihen müssen, was nicht möglich ist.
Neben der Schriftstellerei und der erfolgreichen Herausgabe der Monatsschrift „Roseggers Heimgarten“ bemühte er sich, die Bildung der Kinder zu forcieren. „Seinen“ Älplern baute er deshalb eine eigene Schule (die Waldschule).
Peter Rosegger war neben Jules Verne der meistgelesene Autor seiner Zeit. 15 Millionen verkaufte Bücher und Übersetzungen in 20 Sprachen sprechen eine klare Sprache. Sein Lebenswerk umfasst 43 Bände.