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Der reisende Waldbauern"bub"

Er war Schriftsteller, Journalist, er war Dichter. Aber Rosegger war vor allem eines: in seine Heimat verliebt. Und er unternahm auch außerhalb seiner Waldheimat und des Jogllandes, wo er seine Lehrjahre verbrachte, viele Reisen um sie kennen zu lernen.

So fuhr er liebend gern nach Schladming oder in die Ramsau und bestieg „seinen“ Dachstein. Heute führt der 5-Hütten-Weg auf seinen Spuren entlang des mächtigsten Berges der Steiermark. Oder er schrieb euphorische Zeilen über den Stoderzinken. Als er in einem Alpenhaus dort, bei Gröbming, erwachte, schrieb er über sein „wonnigliches Vergnügen“ als er von seinem Fenster aus den Dachstein sehen konnte. Der Stoderzinken ist heute beliebter Aussichtsberg und Garant für Naturschauspiele.

 

Oder er fuhr zum Grimming und ins Ausseerland. Vom Grimming schrieb er: „Gegen Osten ragt der Grimming, welcher von hier aus gesehen die Gestalt eines auf seinen Hinterfüßen sitzenden, ungeheuren Löwen hat.“

Eine weitere Station des Heimatliebhabers: das Gesäuse im Ennstal, dem heute jüngsten Nationalparks Österreichs, mit seinen wilden Wassern und schroffen Felsen. Einige seiner Reisen führten ihn auch nach Mariazell und von dort über den Seeberg, wo er sich als „Mieter“ vorstellte. Weiter führte sein Weg dann über Turnau und Mürzsteg wieder in seine Waldheimat. Aber auch das Raxgebiet und die Schneealm wurden von dem Mann mit der großen Liebe zu Natur und Gott „erwandert“.

Und fallweise ging es auch gen Süden: Über den Kulm gelangte er bis ins Apfeldorf Puch bei Weiz und schrieb verzückt, von einer „Wanderung ins Paradies“. Er liebte die Strecke entlang der Schlösserstraße bis nach Feldbach zur beeindruckenden Riegersburg.

 

Wie oft es bei Rosegger „Vierterl nach“ geworden ist, wenn er durchs Schilcherland genusswandelt ist, sei hier nicht erwähnt. Fest steht, sowohl die West- als auch die Südsteiermark entzückten ihn.

Aber wenn er sich auch vor allem in der Natur wohlgefühlt hat, auch Graz nahm einen großen Platz in seinem Steiermark-Herzen ein. Er liebte das kulturelle Leben, den Austausch mit Persönlichkeiten, er schlenderte stundenlang durch die Stadt mit ihren berühmten roten Dächern und saß mit Vorliebe in Kaffeehäusern. Peter Rosegger, ein ewiger Wanderer, dessen Geist für die Vielfalt der steirischen Landschaft immer offen war.