Zur Steiermark für alle Webseite: Barrierefreier Urlaub

Peter der Kleine

Am 31. Juli 1843 erblickte der kleine Peter Rosegger als erstes von sieben Kindern das Licht der Welt. Wie und wo verbrachte der Walbauernbub seine Kindheit? Wie kam es, dass er schreiben und lesen lernen durfte?

Das Leben war hart auf dem „Kluppeneggerhof“ am Alpl. Das Bauernhaus der Roseggers war zwar gar nicht so klein, aber es mussten viele Mäuler gestopft werden. Mägde und Knechte mussten genauso versorgt sein, wie die Familie selbst. Im großen Vorhaus sausten die Hühner herum, in der Stube nebenan stand eine ärmliche Geburtswiege. Peterl schlief in einer ausziehbaren Bettlade.

Durch seine zarte Konstitution war bald klar, dass der keine Peter, den mit seiner Mutter eine besondere Liebe verband, für den Beruf des Bauern nicht geeignet war, und so erwies es sich als Glücksfall, dass ein durch revolutionäre Gedanken in Ungnade gefallener Lehrer aus der Nachbargegend in Alpl Aufnahme fand, und dem Buben Unterricht gab. Fortan gab es für den kleinen Träumer nur noch eins: lesen, lesen, lesen. Diese Leidenschaft half ihm über Schicksalsschläge, den Tod vier seiner Geschwister und das karge Leben im Allgemeinen hinweg.

Und als der Bursche 17 war, ging er zu einem Schneidermeister in die Lehre und verließ sein geliebtes Elternhaus. Nicht ahnend, dass einige Jahre später die Eltern den Hof aufgeben und ins Ausgedinge ziehen müssen.