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Der junge Peter

Peter war 17 Jahre, als er bei Ignaz Orthofer, dem Schneidermeister von St. Kathrein am Hauenstein in die Lehre ging. Bei ihm absolvierte Rosegger seine Lehr- und Wanderjahre. Er lernte Land und Leute kennen und fand Zeit, erste Texte zu verfassen. Über das Leid seiner Landsleute, über die schwierige Situation des Bauernstandes und die für ihn bedrohlichen Auswirkungen der Industriellen Revolution. Immer mehr Fabriken sperrten auf, immer weniger rechnete sich der Beruf des Bauern und immer mehr Leute zogen in die neuen Ballungszentren um in dortigen Fabriken zu arbeiten. Er sah, wie schwer es war, den Kindern Bildung angedeihen zu lassen.

Das alles, sowohl auf humorvolle, als auch auf sorgenvoll- kritische Art begann er, zu Papier zu bringen. Seinen Lohn investierte er zusätzlich in Bücher – vor allem in jene, die sich mit dem Gedanken Heimat und Tradition auf dem Land beschäftigten.

Adalbert Svoboda, Chefredakteur der Tagespost, wurde auf das junge Talent aufmerksam. Er veröffentlichte Texte von Rosegger und startete gleichzeitig einen Spendenaufruf. Dieser brachte dem „Lehrling“ so viel ein, dass er auf die Grazer Akademie für Handel und Industrie gehen konnte. Und das war der Start für eine beispiellose Karriere