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Weinbauern

Für Winzer ist er Existenzgrundlage, für Genießer flüssige Nahrung: der steirische Wein. Die Natur hat uns damit reich beschenkt.

Während im Winter die neuen Weine ausgebaut werden, beginnt man in den Weingärten mit den Arbeiten für den kommenden Jahrgang. Mit dem Rebschnitt, der bis Mitte März abgeschlossen sein soll, erfolgt die erste Mengenregulierung und damit der Grundstock für die spätere Qualität des Weines.


Der Frühling sorgt dann mit dem Knospenaustrieb für neues Leben. Von der Entwicklung der jungen Blätter über die Bildung des Gescheins, der späteren Traube, bis hin zum Entstehen der Ranken kann man alles beobachten.


Ein spektakuläres Naturschauspiel ist die Weingartenblüte Anfang Juni. Nektardrüsen an der Blüte verströmen dabei einen herrlichen Duft, den man in den Weingärten intensiv genießen kann. Der Sommer wiederum fördert das Wachstum der Trauben und die Winzer sind ständig mit Laubarbeiten beschäftigt.


Rund um Juli/August startet dann die Einlagerung von Zucker ins Fruchtfleisch der Trauben und bei den roten Sorten färben sich gleichzeitig die Beerenhäute ins Blaue.


Mitte September bis Oktober wird dann gelesen, gepresst und der Wein vinifiziert. Die Trauben für Lagenweine bleiben oft bis November am Stock, denn der Lesezeitpunkt ist von der physiologischen Reife der Beeren abhängig. Die Qualität eines jeden Weines entsteht also immer zuerst im Weingarten.