Zur Steiermark für alle Webseite: Barrierefreier Urlaub

Suchen & Buchen

Steirisch g'redt

Viele "Tatschker" gibt es heute noch in der Südoststeiermark. Im frühen Frühjahr werden sie den Autofahrern während der Nacht zur Plage, wenn sie über die Asphaltstraßen wandern.

"Tatschker" sind Frösche. Und rund um Gnas, von wo die meisten Pfarrer her kommen, ist das "Tatschkerland". Das sagt der "Flaschelbauer", von dem eigentlich die wenigsten wissen, wie er wirklich heißt, weil man hier in der Südoststeiermark nur die Vulgo-Namen, die sprechenden Hausnamen kennt und nennt. Man redet mit dem "Bachschallerl", vom Bergfastl, lässt den "Peinfranz" einen Gruß ausrichten und geht dann weiter zum "Lippweber" oder zum "Fellhiasl". Und wenn sich der "Peinsimmerl" und der "Hamburgweber" unterhalten, dann muss der Nichtheimische, der "Zuagroaste", passen, er versteht nämlich gar nichts.... er kann nur "lousn", was so viel wie "hören" heißt. Zum Mais sagen sie "Woaz", zum Weizen "Bauwoaz".


"Schelch" wird man angeschaut, wenn einer böse ist. "Doutz" heißt "das" oder "der" und "doutzi" heißt "die" oder "sie". "Aschln" geht jemand, der "zurück geht", "eippa" heißt "vielleicht" und "eanda" bedeutet "vorher". "schreams" bedeutet "schräg". Das wurde vor allem früher viel verwendet, zu "eapas Zeitn", wie man hier sagt. Der Dienstag ist der "Irchti" und der Donnerstag der "Pfingsti". Und weil man das Wetter nur notiert, wenn es ein Gewitter gibt, nennt man das Gewitter "Weida".


Und erst die Ortschaften! Sehr bösartige Menschen behaupten, man sollte besser keinen Einheimischen fragen, denn wenn der sehr alt ist, weiß er womöglich selber nicht, das man "Jawa" hochdeutsch "Jagerberg" nennt. Statt Glojach würde er "Gluj" sagen, und für St. Stefan "Steiffi". Wolfsberg heißt übrigens "Wouschpa".

 

Wer die steirische Sprache noch näher kennenlernen will hat auch auf Facebook die Chance dazu!