Zur Steiermark für alle Webseite: Barrierefreier Urlaub

Suchen & Buchen

Erzherzog Johann

(20. Jänner 1782, Florenz – 11. Mai 1859 in Graz)

 

Er ging als der große Modernisierer  in die Geschichte ein. Erzherzog Johann war Zeit seines Lebens der Bevölkerung, der Steiermark und dem Land eng verbunden und stets bemüht, fortschrittliches Vorbild zu sein. Optisch zeigte er seine Liebe zur Steiermark, in dem er immer einen grün besetzten Lodenrock der Obersteirer trug.

 

Er studierte Land und Leute intensiv und konnte so Wesentliches zur Entwicklung vor allem, aber nicht nur der ländlichen Bevölkerung beitragen. Hier nur ein paar Stichworte aus seinem reichen Wirken: 1811 legte er den Grundstein für das Joanneum in Graz, den Vorläufer für die Technische Universität. Er gründete die Steiermärkische Landesbibliothek, das Landesarchiv, die Sparkasse, eine Wechselseitige Brandschadenversicherungsanstalt, die Landesoberrealschule sowie den historischen Verein.

 

Aber er packte vor allem selbst mit an: Bei einer Hungersnot 1816/17 verteilte er persönlich Erdäpfel und sorgte dafür, dass sie auch angebaut wurden. Er lehrte die Bauern neue Pflanzen, Samen und Sorten. Er verbreitete neue Methoden der Viehzucht, des Obst- und Ackerbaus. Und er förderte den Abbau des Erzes auf dem steirischen Erzberg.

 

1840 kaufte er die Herrschaft um Schloss Stainz wo heute zwei große Ausstellungen zu sehen sind.

 

Außerdem gilt er als besonderer Förderer der Eisenbahn. Die Strecke zwischen Mürzzuschlag und Graz wurde lange Zeit „Erzherzog-Johann-Bahn“ genannt.

 

Erzherzog Johann war mit der Postmeisterstochter Anna Plochl verheiratet. Die Liebe und Ehe des Habsburgers mit der Bürgerlichen waren damals wie heute Stoff für Liebesgeschichten. Die beiden hatten einen Sohn, Franz.