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Wie stark die höfische Dichtung des Hochmittelalters mit der politischen Entwicklung zusammenhing, zeigt sich besonders deutlich an den Minnesängern der Steiermark. Drei dieser Dichter, Ulrich von Lichtenstein, Herrand von Wildon und Rudolf von Stadeck, lassen sich im 13. Jahrhundert hier nachweisen, alle so bedeutend, dass ihre Werke in die berühmteste Liederhandschrift des Mittelalters aufgenommen wurden – in die Große Heidelberger, die sogenannte „Manessische Handschrift“. Sie kannten einander persönlich, bezeugten sogar mehrmals gemeinsam Urkunden, doch war die politische Tätigkeit für sie wesentlicher als die poetische.
