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Vor allem die reichen Bodenschätze der Alpen waren es, die das Interesse der Römer an ihrer nördlichen Nachbarschaft weckten. Prospektoren und Kaufleute waren daher auch die ersten Römer, mit denen die „Alpenkelten“ in Kontakt kamen. Und als sich im späten 2. Jahrhundert vor Christus ungefähr im Gebiet des heutigen Österreichs mehrere keltische Stämme unter der Führung der Norici zu einem „Königreich“, dem „regnum Noricum“, zusammenschlossen, wurde der junge Staat von Rom sofort durch einen Freundschaftsvertrag unter seine Bundesgenossen aufgenommen. Wirtschaftliche und politische Abhängigkeit des Ostalpenraumes von Rom waren damit fixiert.
Flavia Solva (Wagna bei Leibnitz) wurde erst unter Kaiser Vespasian zur Stadt erhoben, doch waren bereits zu Beginn des 1. Jahrhunderts nach Christus die Beziehungen des steirischen Gebietes zu Rom sehr gut, wie etliche aus Grabinschriften herauslesbare römische Bürgerrechstverleihungen erkennen lassen. Der Hauptteil der heutigen Steiermark (etwa vom Drautal bis zu den Bezirken Leoben, Bruck an der Mur und Mürzzuschlag) gehörte zum Territorium von Flavia Solva, der heute einzigen Römerstadt der Steiermark.
