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Die Zeit der Reformation

Als der Hallamtsverweser von Aussee, Hans Herzheimer (1463-1532), zu Mariä Geburt des Jahres 1518 sich entschloss, seine beiden Söhne in Wittenberg zu besuchen, konnte er nicht ahnen, was er alles erleben werde. Auf dem Wege dorthin traf er Karl von Miltitz (1490-1529), der in seinem Tornister Briefe des Papstes Leo X. an den Kurfürsten mitführte. Darin nannte er Martin Luther (1483 bis 1546) einen Sohn des Verderbens. Spätestens hier hörte Hans Herzheimer zum ersten Mal von jenem Mönch in Wittenberg, der damals in vieler Munde war.