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Die Waffenschmiede aus Thörl bei Bruck

1526-1550

1537. Als dritter in der Reihe der ruhmreichen Thörler Büchsenschmiede Pögl wurde in diesem Jahr Sebald der Jüngere von König Ferdinand I. in den erblichen Reichsfreiherrenstand erhoben. Hatte schon sein Großvater Peter Pögl den Großteil des Feuerwaffenbedarfes Kaiser Friedrichs III. gedeckt, so erreichte unter dessen Sohn Sebald dem Älteren die Büchsenschmiede in Thörl durch Aufträge für die maximilianischen Zeughäuser ihren wirtschaftlichen Höhepunkt.

 

Allein in den Jahren 1502 bis 1505 wurden 1.045 große und 2.800 kurze Hakenbüchsen, 91 Tarrasbüchsen, 3 Haubitzen, 319 Kammerschlangen, 3 Notbüchsen, 1 Bollwerksbüchse, 15.000 Hakenbüchsenkugeln sowie in großen Mengen Spießeisen und Schanzzeug hergestellt. Dadurch zu Reichtum gelangt und in den Ritterstand erhoben, erwarb er die Herrschaft Reifenstein bei Pöls. Sebald der Jüngere betrieb um 1530 bereits fünf Hammerwerke sowie drei Radwerke in Vordernberg. Als er 1530 starb, erlosch auch die Bedeutung der von seinem Großvater begründeten Waffenproduktion in Thörl.