Zur Steiermark für alle Webseite: Barrierefreier Urlaub

Suchen & Buchen

Schloss Eggenberg

Die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert brachte mit endlosen Wirren der Reformation und Gegenreformation, der Glaubenskriege und Abwehrschlachten gegen die Türken auch große soziale Umschichtungen der ständischen Hierarchie mit sich. Der zweite Stand, die alten Adelsfamilien, durchwegs protestantisch und antikaiserlich, aus der kriegerischen Notlage des Regenten ständig Kapital für neue Forderungen und Privilegien schlagend, welche die zentrale Macht des Hauses Habsburg endgültig untergraben sollten, zwangen den Kaiser, einen Kreis von „neuen“ Höflingen aus dem niederen Adel und dem Patriaziat aufzubauen, ebenso treu dem alten katholischen Glauben wie dem kaiserlichen Herrn, dessen Interessen mit Waffengewalt und finanziellen Mitteln zu unterstützen.

 

Als die langjährigen Auseinandersetzungen zwischen Habsburg und dem protestantischen Adel in der Böhmischen Revolution schließlich offen eskalierten und 1620 in der Schlacht am Weißen Berg mit einem Sieg der Kaiserlichen endeten, dankte Ferdinant II. seinen Getreuen, indem er eine ganze Serie dieser neuen Staatsdiener mit Land und Titel im wahrsten Sinne des Wortes fürstlich entlohnte. Neue Namen, wie die der Familien Dietrichstein, Wallenstein, Lobkowitz und Liechtenstein wurden von ihm in den Fürstenstand erhoben. Auch die Familie Eggenberg verdankt ihren kometenhaften Aufstieg den Verdiensten Hans Ulrich und seinen besonderen Fähigkeiten in dieser bewegten Zeit.