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Das Erbe des Ketzerhammers

„Führen ein Leben wie das unvernünftige Vieh, erheben ihre Hertzen nimmer nit gen Himmel, waltzen umb in dem Koth der Irrdischen zergenlichen Güter...“, beschimpfte Bischof Martin Brenner von Seckau in einer Firmungspredigt im Jahr 1601 die Verächter der kirchlichen Sakramente. Das waren drastischere Worte, als sie selbst in den kämpferischen Zeiten der Gegenreformation ansonsten von den Kanzeln zu hören waren und Martin Brenner erhielt den Beinamen „Ketzerhammer“ ebenso wegen solch heftiger Reden wie wegen seines harten Vorgehens gegen die Evangelischen.